„Zwischen Pathos und“ - Christopher Lehmpfuhl in der Sammlung Würth

bis 10.01. Künzelsau-Gaisbach, Museum Würth

Ungewöhnlich für einen Künstler in unserer Zeit, doch Christopher Lehmpfuhl malt en plein air, also im Freien. Was im 19. Jahrhundert ein revolutionärer Schritt war, ist es bei Lehmpfuhl, geboren 1972, immer noch, in seiner ganz eigenen Weise: hinausgehen ins Freie, eine Lichtstimmung einfangen, beobachten, wie Farbklänge sich im Licht verändern. Er scheut sich nicht, Farbeimer in die Landschaft zu tragen, um dort zu arbeiten. Mit den Händen, ohne Hilfsmittel wie Pinsel oder Spachtel, trägt der Künstler die Ölfarbe kiloweise auf die großformatigen Leinwände auf, so ist er „direkter an der Malerei“ und gelangt zu einer pastosen, dreidimensionalen Körperlichkeit.
Die andere große Gruppe in Lehmpfuhls Werk neben den Landschaften sind Stadtansichten. Berlin ist dabei die Stadt, die er am besten kennt und am häufigsten gemalt hat. Er wuchs dort auf, verbrachte seine Studienzeit bei Klaus Fußmann an der Berliner Hochschule der Künste, lebt und arbeitet bis heute in der Metropole. Fern vom Postkartenidyll hält er die Veränderungen fest, die sie ausmachen.

Info: www.kunst.wuerth.com, Tel.: 07940/152200
Führung und Gespräch: „Zeit für Kunst“ mit Kunsthistorikerin Claudia Scheller-Schach, 12,-- € inkl. Getränk und Imbiss
Öffnungszeiten:
Tägl. 11.00 bis 18.00 Uhr


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