Unser Boden, unser Erbe

Nicht nur gestresste Manager kriegen das. Sogar in der Natur kommt es vor: Burnout.

So kommt eine WHOStudie zu dem erschreckenden Befund, dass die Ackerböden - auch in Europa - schon ziemlich ausgebrannt sind. Prognostiziert wird, dass sie wegen zunehmender Erosion und dem Raubbau an Nutzflächen noch 60 Jahre lang für ordentliche Ernten sorgen. Dass die bloß 30 Zentimeter dünne, lebenserhaltende Humusschicht in einem bedenklichen Zustand ist, thematisiert in Marc Uhligs wachrüttelnder Doku auch dessen großartig erzählender Hauptprotagonist Achim Heitmann aus Überlingen. Als Gemüsebauer auf dem Hof Höllwangen muss er mit seiner Demeter-Bewirtschaftung jährlich größeren Aufwand betreiben, um die Erträge zu sichern. Im Film bangt man mit ihm um seine Ernte in einer Langzeitbeobachtung seiner Arbeit und erfährt von einer Vielzahl von Experten viel über die bedrohte Krume und die großen Chancen, die ein geplanter Humusaufbau etwa für die Wasserhaltekraft und die Bindung von mehr CO2 bedeuten würde. Zwischen Belehrung und Appell setzt Uhlig mit vielen atmosphärischen Zeitraffer- und Makroaufnahmen sowie Drohnenflügen die Notwendigkeit eines auf Nachhaltigkeit bedachten Umdenkens in der Landwirtschaft in Szene und setzt eine klare Forderung an den Schluss: Der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit muss in die marktwirtschaftliche Rechnung einbezogen werden - alles andere wäre fortgesetzter Raubbau mit einem klaren Ende.
Humus-Hymne mit klarer Forderung

D 2020
R: Marc Uhlig
S: 8. Oktober
boden.wfilm.de


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