Die Kunst in Ellwangen um 1900: Die Landschaftsmalerin Emma Schlette

25.10. bis 22.11. Ellwangen, Palais Adelmann

Gerade einmal 7.000 Einwohner zählte die Stadt Ellwangen vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Umso erstaunlicher ist es, dass sich vor allem um die Jahrhundertwende viele Künstler*innen in der abseits der großen Kunstzentren liegenden Virngrundstadt niedergelassen haben. August Benz, Caspar Fürst, Walter Ast, Julie Textor oder Sofie Probst sind nur einige Namen, die in diesem Kontext genannt werden können. Während die Arbeiten von Benz, Textor oder Probst noch dem akademischen Malstil verpflichtet sind, ist es im Besonderen die Malerei von Caspar Fürst, die den Aufbruch in die Moderne auf lokaler Ebene markiert. Das Kulturamt der Stadt Ellwangen widmet nun einer weiteren Vertreterin der Ellwanger Kunst um 1900 eine Ausstellung. Im Palais Adelmann werden Arbeiten der Landschaftsmalerin Emma Schlette (1847-1912) gezeigt.
Schlette, die in Weil im Schönbuch geboren wurde, kam mit zwölf Jahren 1859 nach Ellwangen. Sie besuchte von 1871 bis 1874 die Kunstschule in Stuttgart und nahm anschließend bei dem Münchner Kunstmaler Prof. Theodor Her privaten Unterricht. Schlette skizzierte und malte vielfach im Dachauer Moos oder hielt sich mit ihren Malerfreundinnen auch gerne in Landsberg am Lech auf. Viele ihrer Motive gehen auf diese Zeit zurück. Schlettes Arbeiten lassen eine verstärkte Hinwendung zur realistischen Naturdarstellung erkennen und besonders ihre kleinformatigen Waldstimmungen erinnern an die gleichzeitig in Frankreich wirkende Schule von Barbizon. 1896 kehrte Schlette nach Ellwangen zurück, wo sie auch Malunterricht erteilte, sie starb im Alter von 65 Jahren im Jahr 1912. Von zwei ihrer Schüler*innen, dem späteren Maler und Kunsterzieher Walter Ast und der Autodidaktin Monika Kirsch, werden ebenfalls Arbeiten gezeigt.

Info: www.ellwangen.de
Öffnungszeiten:
Mi., Sa., So. 14.30 bis 17.00 Uhr


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