Claudia Borowsky - „Geborgenheit träumt mich“

bis 01.11. Heidenheim, Türmle

Claudia Borowsky befasst sich in ihrer künstlerischen Arbeit unmittelbar mit dem Menschen und dem „Menschsein“. Sie erschafft Geschöpfe, so ließe sich ihr Werk zusammenfassen.
Wenn sie Papier zu Gesichtern formt, weisen diese charakteristische Gesichtszüge auf, die Physiognomie von Männern oder Frauen, Älteren oder Jüngeren, aus verschiedenen Ethnien und mit verschiedenen Empfindungen. Ihre Papierköpfe, Figuren und embryonalen Wesen formen sich in gewisser Weise unter ihren Händen von selbst, „sie tauchen auf“, wie sie selbst sagt. Begonnen hat der für sie so typische Prozess des „Auftauchens“ menschlicher Formen während ihres Kunststudiums bei Experimenten mit Teigmasse. Später wechselte die Bildhauerin ihr Material und studiert seitdem das Verhalten schwerer Betonmasse, die sie mit dem dünnen Nylongewebe von Feinstrumpfhosen umhüllt, teils in sich selbst verdreht und ineinander verwindet. Der Beton und das Nylongewebe bilden weiche, runde Formen aus.
Wie Frühformen des Organischen können die Plastiken betrachtet werden, wie eine frühembryonale Entwicklungsstufe. So erscheint der nächste Schritt geradezu zwingend: die Gestaltung von Embryos und Neugeborenen, in sich selbst versunken und offenkundig noch nicht in der Welt „draußen“ angekommen. Manche ihrer Figuren bettet sie in eine amorphe Masse, die sich wie ein Kissen weich an die kleinen Körper anschmiegt, wie Teig.

Info: www.kunstverein-heidenheim.de
Öffnungszeiten:
Do., Fr. 16.00 bis 18.00 Uhr
Mi., Sa. 11.00 bis 13.00 Uhr


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