20. Galgenberg-Festival

Das 20. Festival am Freitag, 6., und Samstag, 7. August, wird ein internationales und ein lokales zugleich.

Für die Jubiläumsausgabe haben sich die Macher mächtig ins Zeug gelegt. Nach dem Auftakt mit dem eng mit der Aalener Musikszene verschweißten Vereinsorchester steigen am Festival-Samstag drei Bands aus drei Ländern auf die Bühne: Three For Silver aus Portland/USA, Norbert Schneider aus Wien/Österreich und Riders Connection aus der Bundeshauptstadt Berlin.
Den Auftakt in den Festival-Samstag macht eine Akustik-Band aus dem amerikanischen Portland, Three For Silver. Lucas Walford (Gesang, Bass), Willo Sertain (Gesang, Akkordeon) und Corwin Zekley (Violine, Mandoline) reisen mit ihrer aktuellen CD „Born To Trouble“ an. Sie nennen ihre Musik „Doom Folk“, „Devil Swing“ oder gar „Mythic Americana“, Balkan
oder Gypsy, egal, das Folk-Trio gibt in jedem Fall Vollgas und macht – ganz ohne elektrische Unterstützung – mächtig Betrieb auf der Bühne. Sie versprechen „das Beste aus allen Zeiten“.
Doch warum in die Ferne schweifen? Aus Wien kommt derzeit das Spannendste, was es in der aktuellen Musik gibt.
Mittendrin Norbert Schneider, dreifacher Amadeus-Award-Gewinner. Er gehört zu den vielseitigsten Sängern und Musikern, die Österreich zu bieten hat. Früher sang er auf Englisch, mittlerweile ist er fest zum Wiener Dialekt übergegangen. Seine eigensinnige Auffassung von Austropop verbindet er mit einer achtköpfigen Band zu einem außergewöhnlichen
musikalischen Erlebnis mit Einflüssen aus den unterschiedlichsten Genres – ganz im Sinne der österreichischen Hauptstadt, in der Schneider 1979 geboren wurde.
Das Vereinsorchester muss zwar noch ein paar Jährchen auf sein Jubiläum warten – es wurde erst im Jahr 2003 gegründet –, die weit über 20 Musiker aus allen erdenklichen Aalener Bands (und darüber hinaus) haben sich aber im
Vorfeld darauf geeinigt, fürs 2021er-Festival ein Best-of-Programm auf die Beine zu stellen. Man darf gespannt sein, welche der fast 500 bisherigen Stücke Gnade vor den hohen Qualitätsansprüchen des „Kapellmeisters“ Matthias Kehrle finden
werden.
Den Abschluss des Festival-Samstags machen alte Bekannte. Riders Connection aus Berlin hinterließen bei den gut 2000 Zuschauern 2019 einen so guten Eindruck, dass sich die Festivalmacher spontan entschlossen, sie noch einmal nach
Aalen zu holen – diesmal in großer Bandbesetzung. Neben dem bekannten, 2017 gegründeten Trio mit Beatbox, Bass, Gitarre und Gesang reist diesmal eine sympathischchaotische zehnköpfige Bigband aus der Bundeshauptstadt an. Noch
besser, noch wilder, noch freier bei der Wanderung jenseits der Gesetze der Musik.


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